Bluthochdruck erkennen und vorbeugen

Bluthochdruck

Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutdruck.

In Deutschland sind Herzkreislauferkrankungen die häufigste Todesursache und verursachen etwa 40 Prozent aller Sterbefälle. Ein typischer Risikofaktor ist ein erhöhter Blutdruck. Aus diesem Grund ist es wichtig den Blutdruck durch regelmäßige Messungen im Auge zu behalten, da die häufigste Art des Bluthochdrucks, die primäre Hypertonie, fast nie Beschwerden verursacht und daher oft unerkannt bleibt.
Man unterscheidet zwischen dieser primären Hypertonie und einer sekundären Hypertonie. Die primäre Hypertonie ist eine Erkrankung ohne erkennbare Ursache. Im Gegensatz dazu wird die sekundäre Hypertonie von anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel Organfunktionsstörungen, hervorgerufen. Dies bedeutet, dass die Organfunktionsstörung behandelt werden muss, um den Blutdruck zu normalisieren.

 

Welche Symptome können auftreten?

Im Anfangsstadium
Wie bereits erwähnt, verursacht Bluthochdruck im Anfangsstadium kaum Symptome. Bei manchen Patienten jedoch führen unerkannte Grunderkrankungen zu einem erhöhten Blutdruck und diese müssen erst erkannt werden, um den Blutdruck wirksam zu bekämpfen. Durch Vorsorgeuntersuchungen und regelmäßige Überprüfung können Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Ein normaler Blutdruck liegt übrigens zwischen 80 mmHG und mmHG.

Bei fortgeschrittener Erkrankung

Bluthochdruck

Kopfschmerzen sind eines von vielen Symptomen.

Nach mehreren Jahren erreicht unbehandelter Bluthochdruck ein fortgeschrittenes Stadium. Nun können allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Nasenbluten und Übelkeit auftreten.
Bei sehr starker Erhöhung des Blutdrucks können Belastungskurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust und Sehstörungen auftreten. Auch vermehrtes Schwitzen, Durstgefühl sowie häufiger Harndrang können Symptome von Bluthochdruck sein. Dabei handelt es sich meistens um Anzeichen von bereits eingetretenen Organschäden.
Im Falle von kurzfristigem, plötzlichen Blutdruckanstieg können auch Krampfanfälle und neurologische Ausfälle sowie Übelkeit und Erbrechen auftreten. Es kann eine sogenannte hypertensive Krise auftreten, bei der der Blutdruck plötzlich auf über 230 zu 130 mmHG steigt. Dadurch entsteht die Gefahr akuter Organschäden wie eines Herzinfarkts oder eines Aortenrisses. In diesem Fall sollten Sie dringend den Notarzt kontaktieren.

 

Risikofaktoren

Aufgrund fehlender Symptome in den Anfangsstadien des Bluthochdrucks, ist die beste Methode gegen diese Krankheit, sich um die Risikofaktoren zu kümmern. Als Risiko für eine primäre Hypertonie gelten: Familiär gehäuftes Vorkommen, Rauchen, hohe Cholesterinwerte, Bewegungsmangel, zu hoher Kochsalzkonsum, niedrige Kaliumzufuhr (zu wenig Obst und Gemüse) und Stress. Männer ab 55 Jahren und Frauen ab 65 Jahren sind besonders gefährdet.
Zusammen mit den Risikofaktoren Übergewicht, Diabetes Typ 2 sowie erhöhten Blutfettwerten kann hoher Blutdruck zum sogenannten Metabolischen Syndrom führen. Das Metabolische Syndrom wird oft im Zusammenhang mit Gefäßverkalkungen und den daraus entstehenden Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall beobachtet.

Bluthochdruck

Regelmäßiger Sport trägt zu einem gesunden Blutdruck bei.

Wie kann ich vorbeugen?
Da auch bei einer medikamentösen Behandlung von Bluthochdruck der Lebensstil umgestellt werden muss, um eine gute Behandlung zu gewährleisten, lohnt es sich diese Maßnahmen bereits durchzuführen, wenn der Blutdruck noch im normalen Bereich ist.
Dabei ist es beispielsweise wichtig, den Kochsalzkonsum auf ein gesundes Maß von bis zu fünf bis sechs Gramm pro Tag zu reduzieren. Zudem sollten Sie auf regelmäßigen Ausdauersport von mindestens 30 Minuten dreimal wöchentlich sowie auf ein Normalgewicht achten. Falls Sie Raucher sind, sollten Sie in Erwägung ziehen, das Rauchen weitestgehend zu reduzieren oder bestenfalls komplett aufzugeben.
Wir empfehlen auch die allgemeine Umstellung Ihrer Ernährung zugunsten einer Cholesterinwertsenkung. Das heißt: Viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch und Wurstwaren und viel Kalium, beispielsweise durch den Konsum von Bananen, Spinat und Kartoffeln. Da auch regelmäßiger Alkoholkonsum und Stress zu erhöhtem Blutdruck führen, sollten Sie diese auch so gut es geht vermeiden.

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